Gesundheitstipps

Rückenschmerzen - Volkskrankheit Nr. 1

Als Rückenschmerzen werden alle mehr oder minder starken Schmerzen im Bereich des Rückens bezeichnet. Die Ursachen sind vielfältig. Selbst viele internistische Erkrankungen ziehen Rückenschmerzen nach sich. Häufige oder anhaltende Rückenschmerzen, sollten zum Arzt führen. Ich warne vor langer Eigenbehandlung mit scheinbar harmlosen Schmerzmitteln. Rückenschmerzen sind aber meist harmloser Natur. Ist eine ernsthafte internistische oder degenerative Verschleißerkrankung ausgeschlossen, rate ich zu einer konsequenten Bewegungstherapie, was der ein oder andere nicht so gern hört. Sport zu treiben, ist für viele Menschen nicht selbstverständlich.

Man sollte aber nicht vergessen, dass die Hauptverantwortung für die eigene Gesundheit man selbst hat und nicht der Arzt oder das Gesundheitssystem. Wenn hinter dem Rückenschmerz schon eine erhebliche degenerative Erkrankung der Wirbelsäule zugrunde liegt, sollte eine gezielte Therapie erfolgen. Grundsätzlich sind alle beweglichen Teile unseres Körpers einem Verschleiss ausgesetzt. An der Wirbelsäule sind das die Bandscheiben und die kleinen Wirbelgelenke. Die Bandscheiben sind elastische Verbindungen zwischen unseren Wirbelkörpern.

Durch Einrisse in den bindegewebigen Außenring kann es zum Austritt von Nucleus pulposus- Masse (dem weichen Kern der Bandscheibe) kommen. Jetzt spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Es treten stärkste Rückenschmerzen und bei Druck auf eine Nervenwurzel "Ischiasschmerzen" auf. Die Funktionsstörung des betroffenen Nerven macht sich durch Sensibilitätsstörungen oder Lähmungen bemerkbar. Jetzt operieren oder nicht? Mit oder ohne Operation kann eine Bandscheibe nicht wieder heilen! Die ausgetretene Masse rutscht nicht wieder zurück, kann aber schrumpfen und so ohne Operation zur Beschwerdefreiheit führen. Liegt keine Funktionsstörung vor, behandle ich die Symptome. Bei Ischiasschmerzen werden beispielsweise lokale Injektionen an die betroffene Nervenwurzel (Spinalnervanalgesie) durchgeführt. Auch bei Wirbelgelenksverschleiss (sog, Spondylarthrose) kann eine Injektionstherapie oder Facettengelenksverödung durchgeführt werden. Bei der sogenannten Spinalstenose (knöcherne Verengung des Wirbelkanals durch eine schwere Wirbelgelenksarthrose) kann langfristig nur eine Operation helfen bei der der Wirbelkanal erweitert wird. Ängste vor einer Operation sind unbegründet. Die Operation wird von Neurochirurgen mithilfe eines OP-Mikroskops durchgeführt. Dies ermöglicht eine sehr hohe Sicherheit bei einem sehr kleinen Hautschnitt. Vor die Therapie gehört eine sorgfältige Diagnose! Lassen Sie sich von einem Facharzt beraten.


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